Thema 2.9: Transport

Der globale Lebensmittelkonsum hat die Produktion und Verteilung von Lebensmitteln gesteigert, was zu zahlreichen wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Problemen weltweit geführt hat. Laut einer Erklärung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) muss die Lebensmittelproduktion zwar erhöht werden, gleichzeitig müssen jedoch die negativen Auswirkungen reduziert werden. Zusätzlich besteht ein zentrales Ziel des von der Europäischen Kommission entwickelten Europäischen Green Deal darin, die Treibhausgasemissionen aus dem Verkehr um 90% zu senken, um die EU-Wirtschaft bis 2050 klimaneutral zu machen.

Da der Transport etwa ein Fünftel der gesamten CO₂-Emissionen aus Lebensmittelsystemen ausmacht, spielt die Logistik in der Lebensmittel-Lieferkette eine entscheidende Rolle für die Nachhaltigkeit des Sektors. Wichtige Nachhaltigkeitsindikatoren für Logistikunternehmen umfassen Kohlenstoffemissionen, Kraftstoffverbrauch, Mitarbeiterschulung und Fehlzeiten. Die größten Potenziale zur Reduzierung von CO₂-Emissionen im Transportwesen liegen in Fahrzeugmodifikationen, Kraftstoffverbesserungen und verbesserten Transportmanagementsystemen.

Emissionsfaktoren für den Transport von Lebensmitteln weltweit im Jahr 2018, nach ausgewählten Verkehrsträgern

(in Kilogramm CO2-Äquivalent pro Tonnenkilometer)

Luft: 1,13

Straße: 0,2 (temperaturkontrolliert: 0,66)

Schiene: 0,05

See: 0,01