Thema 2.5: Verwendung von ultra-verarbeiteten Lebensmitteln in Lebensmittelhilfsprogrammen

Neue Lebensmittelrichtlinien bezüglich ultra-verarbeiteter Lebensmittel werden auf verschiedenen Ebenen umgesetzt. Genauer gesagt:

  • Mehr als 45 Länder und kleinere subregionale oder städtische Einheiten haben Steuern auf ultraverarbeitete Getränke (z. B. zuckerhaltige Getränke) eingeführt, und einige haben auch Steuern auf Snacks und andere ultraverarbeitete Lebensmittel erlassen.

Eine kleinere Anzahl von Ländern hat die wirkungsvollsten Warnhinweise ausgewählt und sie mit anderen Maßnahmen verknüpft, um ein sich gegenseitig verstärkendes Maßnahmenpacket zu schaffen.

Diese Richtlinien umfassen:

  • finanzielle Maßnahmen (v.a. Steuern)
  • Regulierungen zur Verringerung oder zum Verbot der Vermarktung von ultraverarbeiteten Lebensmitteln (insbesondere an Kinder)
  • Warnhinweise auf der Vorderseite der Verpackung
  • Festlegung von Grenzwerten für Natrium oder Transfette in verarbeiteten Lebensmitteln
  • Regulierungen zur Kontrolle des Zugangs zu und der Werbung für ultraverarbeitete Lebensmittel in Schulen

Infolgedessen versuchen immer mehr lokale und nationale Lebensmittelhilfsprogramme, sich an eine nachhaltigere Version anzupassen und die Verwendung von ultra-verarbeiteten Lebensmitteln aufgrund ihrer Auswirkungen auf die Gesundheit zu reduzieren.

Wie könnten Lebensmittelhilfsprogramme die Verwendung von ultraverarbeiteten Lebensmitteln reduzieren?

  • Es wird empfohlen, die Vor- und Nachteile der Verwendung von ultraverarbeiteten Lebensmitteln abzuwägen und bei der Konzeption, Überwachung und Bewertung von Lebensmittelhilfsprogrammen nach alternativen Optionen (Kompromissen) zu suchen. In einigen Fällen (z.B. extreme Bedingungen oder Nahrungsmittelunsicherheit) kann die Verwendung von verarbeiteten Lebensmitteln in irgendeiner Form unvermeidlich sein. Fallstudie 1 ist ein Beispiel für Lebensmittelhilfsprogramme, die trotz der Verwendung von ultraverarbeiteten Lebensmitteln die Nachhaltigkeit fördern.

  • Es ist eine gute Praxis, diese Produkte zu erkennen, indem man ihre Inhaltsstoffe auf den Lebensmitteletiketten liest sowie versteht und die Begünstigten über ihre negativen Auswirkungen auf die Gesundheit informiert. Die Begünstigten sollten ermutigt werden, den Verzehr dieser Lebensmittel zu reduzieren und sie durch gesündere und nachhaltigere Optionen ersetzen (mehr über gesunde und nachhaltige Ernährung erfahren Sie in Lektion 3). Fallstudie 2 ist ein Beispiel für ein Lebensmittelhilfsprogramm, das keine ultraverarbeiteten Lebensmittel verwendet.